Charlemagne

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    frz. Freiwilligendivision der Waffen-SS, im Oktober 44 auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken (Mittelfranken) aufgestellt, damals etwa 7000 Mann stark. Die Division Charlemagne bestand überwiegend aus Angehörigen der frz. Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus (LVF), einer frz. SS-Sturmbrigade sowie etwa 2000 Mann Vichy-Miliz, die sich dem dt. Rückzug angeschlossen hatten. Kommandeur war der ehemalige Chef der LVF Oberführer Puaud. Die meisten Kommandoposten übernahmen einstige Berufsoffiziere, die mit der Miliz unter Darnand nach Wildflecken gekommen waren. Die dt. Divisionsinspektion leitete SS-Brigadeführer Krukenberg. Anfang Februar 45 erhielt die Einheit den offiz. Truppennamen 33. SS-Grenadierdivision "Charlemagne" (frz. Nr. 1). Ohne schwere Waffen wurde sie in aller Eile nach Pommern geworfen und bei den winterl. Abwehrkämpfen im Raum Stettin-Belgard aufgerieben. Krukenberg stellte aus den Resten bei Neustrelitz zwei Freiwilligenbataillone auf. Etwa 250 Mann schlugen sich noch Ende April 45 ins eingeschlossene Berlin durch. In den Trümmern des Regierungsviertels gingen die Überreste der Division Charlemagne im Nahkampf unter, nachdem sie unter dem Kommando von Hauptsturmführer Fernet noch 62 sowjet. Panzer vernichtet hatten.