Casablancakonferenz

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Treffen der Regierungschefs der USA (Roosevelt) und Großbritanniens (Churchill) vom 14.-25.1.43 in der marokkan. Hafenstadt, alliierte Codebezeichnung "Symbol"; hinzugezogen waren die Stabschefs, Stalin war wegen der Schlacht um Stalingrad unabkömml. Es ging bei der Casablanca-Konferenz um die Abstimmung der gemeinsamen Strategie zur Fortführung des Krieges. Die Westalliierten bekräftigten ihre Absicht, Hitler-Deutschland zuerst zu bezwingen ("Germany first"). Auf Drängen Churchills stellten sie dafür die Eröffnung der Zweiten Front in Frankreich zugunsten einer Landung auf Sizilien ("Husky") zurück. An die Luftstreitkräfte erging die Direktive zum strateg. Bombenkrieg gegen Deutschland; als weitere Hauptziele wurden die Sicherung der Seewege und die Unterstützung der UdSSR mit Kriegsmaterial gefordert. Im Fernost wurde die Rückeroberung Burmas ("Anakim") ins Auge gefasst. Die eigentl. Bedeutung der Casablanca-Konferenz lag in der erst nach Abschluss von Roosevelt ohne Rücksprache formulierten Forderung nach Bedingungsloser Kapitulation (Unconditional Surrender) der Achsenmächte. Am Rande der Casablanca-Konferenz gelang dem amerikan. Präs. eine vorrübergehende Aussöhnung der rivalisierenden frz. Generäle Giraud und de Gaulle.