Carl Andrew Spaatz

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Offiziersakademie West Point, Pilotenausbildung, diverse Truppen- und Stabskommandos beim US-Army Air Corps, 1936 einer der engsten Mitarbeiter von General Arnold. Spaatz leitete 1940 eine Beobachtergruppe, die den Luftkrieg über Frankreich und die Luftschlacht um England an Ort und Stelle studierte, wurde 1941 Brigadegeneral und Chef der Planungsabteilung der Heeresluftwaffe, im Juni 42 Generalmajor und erster Oberbefehlshaber der 8. US-Luftflotte in Großbritannien 1942/43 leitete er die Luftoperationen während der alliierten Landungen in Nordafrika und Sizilien und wurde im Januar 44 Oberbefehlshaber der Strategischen US-Luftstreitkräfte in Europa. Anders als RAF-Bomberchef Harris war Spaatz ein entschiedener Verfechter des Präzisionsbombardements bei Tage. Er entwarf u.a. die Pläne der so genannten Öloffensive, mit der Amerikas Bomberwaffe die deutsche Treibstoffproduktion lahm legte. Im Juli 45 übernahm Spaatz den Oberbefehl der Strategischen Luftstreitkräfte im Pazifik mit Hauptquartier Guam, wo er die Endphase der amerikanischen Luftoffensive gegen Japan bis zur atomaren Vernichtung von Hiroshima und Nagasaki leitete. Nach Gründung der US-Air Force als selbständige Teilstreitkraft 1947 wurde Spaatz als Fünf-Sterne-General deren erster Stabschef.