Butt-Report

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    nach dem Verfasser Daniel Bensuan-Butt, dem Privatsekretär von Lord Cherwell, benannter amtl. Bericht an das brit. Kriegskabinett über die Erfolge der nächtl. Bombenangriffe der RAF auf Deutschland im Sommer 41. Der Butt-Report beruhte auf der Auswertung von mehr als 600 Luftaufnahmen, die die Besatzungen in den beiden vorangegangenen Monaten im Moment des Bombenabwurfs gemacht hatten. Der am 18.8.41 übergebene Bericht ergab, dass nur 40% aller beteiligten Maschinen bei guter Sicht ihre Bomben im Umkreis von 8 km des befohlenen Zieles hatten platzieren können. In dunklen Nächten schrumpfte die Marge auf nur 7%. Der Butt-Report regte an, die bisherige Taktik der nächtl. Punktzielangriffe zugunsten von Flächenbombardements aufzugeben. Das Bomber Command schloss sich dieser Ansicht an und forcierte zugleich die Entwicklung elektron. Navigationsverfahren zur Erhöhung der Trefferquote über abgedunkeltem Feindgebiet.