Burmastraße

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Die Hochgebirgsstraße durch Burma und den Südwesten Chinas sicherte die Versorgung Nationalchinas, nachdem Japan die chinesischen Seehäfen blockiert hatte.

    während des japan.-chines. Krieges ausgebaute strateg. Hochgebirgsstraße zwischen SW-China und Nord-Burma. Durch den japan. Überfall 1937 wurde Nationalchina von seinen Seehäfen abgeschnitten. Rd. 120 000 Kulis bauten daher in aller Eile eine 1200 km lange Serpentinenstraße von Kunming in der Provinz Yünnan nach Lashio in Nord-Burma; von dort Anbindung an westl. Zufuhren über Mandalay und den Hafen von Rangun. Nach Fertigstellung im Januar 39 flossen monatl. rd. 10 000 t Nachschub über die Burmastraße nach China. Ihre Unterbrechung und damit die Isolierung der Truppen Tschiangkaischeks gehörte zu den strateg. Absichten Japans bei der Eroberung Burmas 1942. Zur Versorgung der chines. Streitkräfte mussten die Amerikaner danach eine Luftbrücke von Nord-Indien über den Himalaja organisieren (Operation "The Hump"), die schließl. im Juli 45 eine monatl. Transportkapazität von etwa 72 000 t erreichte. Aus Ledo in der nordind. Provinz Assam trieben US-Pioniere mit Hilfe von 35 000 einheim. Arbeitskräften unter mörder. Bedingungen eine neue Dschungelstraße nach Nord-Burma vor. Diese Abzweigung erreichte im Verein mit einer Landoffensive im Januar 45 die Burmastraße, die nach der Rückeroberung Ranguns (3.5.45) wieder auf ganzer Strecke benutzbar war.