Bougainville

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    größte der Salomon-Inseln mit (zusammen mit den kleineren vorgelagerten Inseln wie Buka, Shortland, Fauro u.a.) 9550 km² und rund 40 000 Einwohnern (1930). Bougainville wurde im Januar 42 von den Japanern besetzt, die v.a. im Süden der Insel ihre Streitkräfte und Stützpunkte massierten. Am 1.11.43 landete die 3. US-Marineinfanteriedivision gemäß Plan "Elkton" mit 14 000 Mann im Schutz von Flugzeugträgern an der schwach gesicherten Westküste (Unternehmen "Cherryblossom") und bildete bis Monatsende an der Kaiserin-Augusta-Bucht einen soliden Brückenkopf mit drei Flugfeldern. Japanische Gegenangriffe von Rabaul aus scheiterten am 7./8.11. verlustreich. Auch die japanischen Seestreitkräfte erlitten schwere Schlappen: So gingen am 2.11. der Schwere Kreuzer Sendai und ein Zerstörer in einem Seegefecht verloren, so versenkten am 5.11. US-Trägerflugzeuge sieben Kreuzer und zwei Zerstörer, die Admiral Kurita in Rabaul für einen Flottenvorstoß gegen Bougainville zusammengezogen hatte. Mit einem Dschungelmarsch quer über die Insel unternahmen 15 000 Japaner im März 44 einen letzten, ebenfalls vergeblichen Versuch, die US-Truppen von Bougainville zu vertreiben. Bei schweren Gefechten fielen 5000 japanische Soldaten; die Insel war Ende März in amerikanischer Hand und wurde zur Basis für Luftangriffe auf Rabaul und zum Sprungbrett für den Angriff auf den Bismarckarchipel.