Blaue Division

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    spanisch: "division azul"

    Die spanische "Blaue" Freiwilligen-Division

    wegen ihrer blauen Falangehemden zur Wehrmachtuniform Blaue Division genannte spanische Freiwilligendivision, die auf deutscher Seite als Infanteriedivision 250 an der Ostfront kämpfte. Im Juli 41 in lrún (Baskenland) aufgestellt, umfasste die Blaue Division anfangs 641 Offiziere und 18 507 Unteroffiziere und Mannschaften unter General Muñoz Grandez. Sie wurde am 20.8.41 nach Russland in Marsch gesetzt und nahm seit 14.10. an den Kämpfen am Wolchow und am Ilmensee teil. Bei der sowjetischen Winteroffensive seit 19.11.41 erlitt die Blaue Division schwere Verluste und zählte schließlich kaum mehr als 5 600 einsatzfähige Soldaten. Im Frühjahr 42 wurde sie wieder aufgefüllt und ihr Kommandeur durch General Esteban Infantes abgelöst; im August 42 verlegte sie an die Leningradfront. Hier musste sie während der sowjetischen Angriffe zum Freikämpfen der Stadt im Januar 43 erneut erhebliche Verluste hinnehmen. Im August 43 beschloss das spanische Oberkommando die Rücknahme der Blauen Division, die Ende Oktober 43 in Königsberg nach Spanien eingeschifft wurde. In Russland blieb nur eine "Blaue Legion" von 2500 Mann unter Oberst Garcia Navarro zurück, die bei der entscheidenden Entsatzoffensive der Roten Armee bei Leningrad im Januar 44 unterging. Nach offiziellen Angaben verlor die Blaue Division insgesamt 12 736 Mann, davon 6386 Gefallene.