Bezugsschein

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    zur Rationierung (Verbrauchssteuerung), gleichmäßiger Verteilung und Vermeidung von Preissteigerungen eingeführter Berechtigungsnachweis zum Bezug bestimmter Waren, vor allem Lebensmittel und Kleidung. Im Deutschen Reich wurden schon am 28.8.39 Lebensmittelkarten eingeführt, wobei es Sonderzulagen für stillende Mütter, Kranke, Schwer- und Nachtarbeiter gab. Hinzu kamen Gaststätten- und Reisemarken; der Handel erhielt eigene Bezugsscheine zur Ergänzung seines Sortiments. Als Bezugsschein für "Spinnstoffwaren" wurde am 14.11.39 die Reichskleiderkarte eingeführt, für bestimmte Textilien wie Berufskleidung, Gardinen oder Bettwäsche gab es jedoch gesonderte Bezugsscheine. Die Rationierung anderer Waren wie Kohle, Fisch oder Wild erfolgte über so genannte Kundenlisten. Im Verlauf des Krieges wurde für immer mehr Produkte die Bezugsscheinpflicht eingeführt.