Besatzungszonen

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    im Protokoll der Europäischen Beratenden Kommission (EAC) vom 12.9.44 vorgesehene Aufteilung Deutschlands unter die Siegermächte. Zunächst waren nur drei Besatzungszonen geplant und erst in Jalta wurde eine vierte, französische Zone vereinbart. Die offizielle Bildung der Besatzungszonen erfolgte mit der Junideklaration vom 5.6.45, die endgültigen Grenzen wurden im 3. Zonenprotokoll der EAC (26.7.45) festgelegt: Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhielt die UdSSR, aus Bayern, Hessen, Württemberg-Baden und dem Seehafen Bremen wurde die amerikanische Besatzungszone, zur britischen Zone zählten Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, französisch besetzt wurden Rheinland-Pfalz, Württemberg-Hohenzollern und Baden. Die ehemalige Reichshauptstadt teilten die Alliierten entsprechend in vier Sektoren auf. Mit Gründung der BRD (September 49) und DDR (Oktober 49) wurden die Besatzungszonen formell abgeschafft.

    Österreich und Wien wurden am 4.7.45 ebenfalls in Besatzungszonen bzw. Sektoren aufgeteilt.