Beeringen

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    belgisches Kriegsgefangenenlager in der Provinz Limburg. Das Lager Beeringen wurde im August 45 für etwa 1800 deutsche Gefangene errichtet, die von den Briten an Belgien zum Arbeitseinsatz in den Kohlegruben übergeben worden waren. Die gute, aber nicht ausreichende Verpflegung wurde zunächst noch von der britischen Militärverwaltung gestellt. Bei der Übernahme durch die Belgier gab es anfangs Engpässe, die aber bis Frühjahr 46 beseitigt werden konnten. Im September 46 kam es in Beeringen zu einem Streik zahlreicher Gefangener, die die Arbeit verweigerten und arbeitswillige Zivilarbeiter behelligten. Der Lagerkommandant richtete daraufhin für Arbeitsverweigerer eine Strafabteilung ein. Er wurde aber bald abgelöst, da als Ursache für den Streik neben dem "Stacheldrahtkoller" offenbar auch Missstände im Lager ausschlaggebend waren. Im Mai 47 begann die Entlassung der Gefangenen, von denen einige als freie Arbeiter in Belgien blieben.