Beaufighter

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Bristol Beaufighter Mk. VIC - NO. 252 Sqn. RAF - Malta 1942
    britischer Langstreckenjäger und Torpedobomber der Bristol Aircraft Ltd., Erstflug 17.7.39. Aus Flügeln, Leitwerk und anderen Hauptteilen der Beaufort entwickelte Bristol unter dem Eindruck der Sudetenkrise den Prototyp eines schweren Jägers für zwei Mann Besatzung. Das Luftfahrtministerium orderte im Sommer 39 die ersten 300 Exemplare der Baureihe Mk 1, die noch während der Luftschlacht um England zur RAF kamen und bei den Nachtjagdstaffeln die Blenheim und die Defiant ablösten. Die Beaufighter war der erste Nachtjäger, der diesen Namen wirklich verdiente. Sie trug 4x20-mm-Kanonen im Rumpfbug, dazu nochmals 6x7,7 mm-MG in den Tragflächen. Mit 2x1500-PS-Sternmotoren Bristol Hercules erreichte sie maximal 520 km/h. Die Maschine wurde dank ihrer enormen Feuerkraft erfolgreich bei Tag und Nacht im Wüstenkrieg und über dem Mittelmeer eingesetzt. Beim Küstenkommando löste sie die schwerfällige Beaufort ab, bewährte sich aber auch mit Raketenbewaffnung unter den Tragflächen gegen Schiffsziele. In Australien wurden 364 Beaufighter als Torpedojäger für den Pazifikkrieg nachgebaut; sie hießen bei den Japanern "flüsternder Tod" wegen ihrer geräuscharmen Triebwerke. In Großbritannien ging die Serienfertigung nach insgesamt 5562 Exemplaren im September 45 zu Ende; 1960 wurden die letzten Beaufighter bei der RAF ausgemustert.