Banzai-Angriffe

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    infanteristisches Gegenstück zu den japanischen Kamikaze-Angriffen aus der Luft. Bei den Banzai-Angriffen, meistens in ohnehin aussichtslosen Kampfsituationen angewandt, stürmten die japanischen Soldaten mit dem Schrei "Banzai" (Hochruf auf den Kaiser) ohne Rücksicht auf Verluste, angeführt meist von einem Offizier mit gezücktem Schwert, gegen die feindlichen Stellungen. Dahinter stand der Ehrenkodex der Samurai, für die Gefangennahme höchste Schmach bedeutete und die daher entweder durch Banzaiangriffe oder Harakiri den Tod vorzogen. Selbst Ertrinkende lehnten oft Rettung durch den Feind ab und hinderten Kameraden mit der Waffe am Ergreifen von Rettungsleinen. Besonders opferreiche Banzai-Angriffe unternahmen die Verteidiger u.a. der Inseln Saipan, Okinawa und Attu.