Baldur Benedikt von Schirach

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Politiker

    geboren: 9. Mai 1907 in Berlin gestorben: 8. August 1974 in Kröv an der Mosel


    1925 Beitritt zur NSDAP, 30.10.31 Reichsjugendführer der NSDAP (18.6.33 Jugendführer des Deutschen Reiches). Schirach, der schwärmerische Hymnen auf den Führer, Lieder und Gedichte für die von ihm geführte Hitlerjugend (HJ) schrieb, geriet im Machtkampf der Günstlinge Hitlers bald an den Rand und wurde 1940 nach kurzem Fronteinsatz zum Gauleiter und Reichsstatthalter nach Wien weggelobt. Nach einem Schuldgeständnis, die deutsche Jugend "für einen millionenfachen Mörder" erzogen zu haben, wurde Schirach vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg als einer der Hauptkriegsverbrecher am 1.10.45 zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er in Berlin-Spandau verbüßte; Memoiren: "Ich glaubte an Hitler" (1966).