Béla Miklós-Dálnoki

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    ungarischer Generaloberst und Politiker

    geboren: 11. 1890 Budapest gestorben: 21. 1948 ebd.


    1933-36 Militärattaché in Berlin, 1939 Kommandeur der 2. Kavalleriebrigade. Miklós-Dálnoki war seit 1.3.41 Kommandierender General des Schnellen Korps, mit dem er an der Seite der deutschen Wehrmacht in den Krieg gegen die Sowjetunion zog. Von Februar bis Oktober 42 kommandierte er das ungarische IX. Korps und war dann bis zum 5.8.44 Chef der Militärkanzlei des Reichsverwesers Horthy. Anschließend Oberbefehlshaber der ungarischen 1. Armee, ging Miklós-Dálnoki am 16.10.44 zu den Sowjets über, um sich das Schicksal des Staatschefs, die Verhaftung durch deutsche Truppen, zu ersparen. Unter dem Schutz der Roten Armee gründete er am 22.12.44 in Debrecen eine Provisorische Nationalregierung und erklärte als deren Ministerpräsident am 31.12.44 dem Deutschen Reich den Krieg. Das konnte den Prozess der von den Sowjets betriebenen Bolschewisierung des Landes nicht aufhalten; am 15.11.45 trat Miklós-Dálnoki zurück und schied aus dem politischen Leben aus.