Arthur Seyß-Inquart

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    österreichischer Politiker

    geboren: 22. Juli 1892 in Stannern, Mähren gestorben: 16. Oktober 1946 in Nürnberg


    Als Hitlers Mann in Wien wurde Seyß-Inquart beim Anschluss Österreichs im März 38 Bundeskanzler, rief die deutschen Truppen ins Land und war seit 16.3.38 Reichsstatthalter (bis 30.4.39). Im Mai 39 zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt und nach dem Polenfeldzug zum stellvertretenden Generalgouverneur, wurde Seyß-Inquart im Mai 40 Reichskommissar für die besetzten Niederlande. Als solcher war er mitverantwortlich für die Ausplünderung des Landes, die Verschleppung von Zwangsarbeitern, Geiselerschießungen, Judenverfolgung u.a. Er wurde nach Kriegsende verhaftet und vom Internationalen Militärtribunal am 1.10.46 als einer der Hauptkriegsverbrecher zu Tod verurteilt.