Arromanches

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    französischer Badeort an der Küste des Calvados, bei der Invasion in der Normandie im Bereich des britischen Landungskopfs "Gold Beach", schon am D-Day (6.6.1944) befreit. Arromanches war Standort einer der beiden Mulberry-Häfen, die im Gefolge der Invasionsarmada in die Seine-Bucht geschleppt und dort installiert wurden. Während der künstliche Hafen am amerikanischen "Omaha Beach" nach einem Sturm aufgegeben werden musste, war der von Arromanches geschützter und spielte beim Unternehmen "Overlord" eine Schlüsselrolle für den alliierten Nachschub. Die Anlage aus 5 schwimmenden Piers und einer 7 km langen künstlichen Mole aus versenkbaren Betonkästen wurde von 600 Flak-Geschützen und Sperrballons gegen Luftangriffe gesichert. Sie entsprach in ihren Dimensionen dem Hafen von Dover, an Kapazität dem von Gibraltar und blieb bis 1.12.1944 in Betrieb. Zur Auszeichnung Churchills, der die Anregung für die Konstruktion der schwimmenden Invasionshäfen gegeben hatte, erhielt Arromanches den Ehrennamen "Port Winston". Ein Modell des Kunsthafens ist im örtlichen D-Day-Museum ausgestellt.