Arbeitserziehungslager

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (AEL) 1940 von der Gestapo eingerichtete Lager, in denen ausländische Arbeitskräfte wegen Nichterfüllung ihrer Arbeitspflicht (Verweigerung, Bummelei u.a.) auf begrenzte Zeit (56 Tage mit Verlängerungsmöglichkeit) zur "Erziehung durch Arbeit" eingewiesen werden konnten. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Insassen der Arbeitserziehungslager waren hart und mit den Verhältnissen in den KZ vergleichbar. Nach einem Runderlass des Reichsführers SS vom 15.12.1942 wurden zusätzlich in den größeren Betrieben, in deren Nähe kein Arbeitserziehungslager lag, Erziehungslager unter Leitung der Staatspolizeileitstellen eingerichtet, wo die Häftlinge durch Angehörige des Werkschutzes bewacht wurden. Bei den entsprechenden Arbeitserziehungslagern der Deutschen Reichsbahn erfüllte die Bahnpolizei diese Aufgabe.