Arado

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1925 gegründete deutsche Flugzeugwerke mit Hauptsitz Potsdam-Babelsberg und Hauptwerft in Brandenburg, eine weitere in Warnemünde.

    Arado entwickelte und baute in den 1930er Jahren eine Reihe einmotoriger Schwimmerflugzeuge; bekanntestes Baumuster wurde der zweisitzige Küstenaufklärer Ar 196 (Erstflug 1938), der seit August 39 als katapultfähiges Bordflugzeug zu den schweren Überwassereinheiten der Kriegsmarine kam und als Patrouillenmaschine an der Atlantikküste, im Schwarzen Meer, in der Ägäis und in der Adria diente; bis Kriegsende wurden insgesamt 526 Exemplare gebaut.

    In sehr viel größeren Stückzahlen war Arado mit seinen einsitzigen Doppeldeckern bei der Luftwaffe vertreten: Die Ar 66 (Erstflug 1932) diente bei den Flugzeugführerschulen in großer Zahl zum Fortgeschrittenentraining und flog während des Kriegs nächtliche Störeinsätze an der Ostfront. Die Ar 68 (Erstflug 1934) gehörte zur Erstausstattung der Jagdwaffe, wurde seit Sommer 1938 von der Me 109 abgelöst und an die Fliegerschulen abgegeben. Ein eleganter Tiefdecker in Holzbauweise war der Hochleistungstrainer Ar 96 (Erstflug 1938), von dem bis Dezember 1944 allein 11 546 Exemplare gefertigt wurden (Nachbau in Frankreich und in der Tschechoslowakei bis 1948). Als Nachfolgemuster der Ju 52 entwickelte Arado den zweimotorigen Kampfzonen-Transporter Ar 232 (Erstflug Frühjahr 41), der von Behelfspisten operieren konnte und wegen seines geländegängigen Fahrwerks "Tausendfüßler" hieß. In der Geschichte der Luftfahrt machte sich Arado jedoch v.a. einen Namen durch die Entwicklung des ersten Strahlbombers der Welt, Ar 234 Hecht.