Andrei Antonowitsch Gretschko

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1928 Mitglied der KPdSU, 1936 Militärakademie Frunse. Bei Beginn des Krieges mit Deutschland war Gretschko Kommandeur der 34. Kavalleriedivision und erhielt im Winter 42 die Führung des V. Kavalleriekorps. Mit der 47. Armee, die er seit 8.9.42 führte, wurde er im Raum Noworossisk eingesetzt, übernahm im Oktober von Generalleutnant Kamkow die 18. Armee und als Generalmajor am 5.1.43 im gleichen Gebiet den Oberbefehl über die 56. Armee, mit der er am 12.2. Krasnodar zurückeroberte. Am 15.12.43 wurde Gretschko Oberbefehlshaber der 1. Gardearmee, die im Sommer 44 der 4. Ukrainischen Front (Petrow) unterstellt wurde. In ihrem Verband eroberte Gretschko, mittlerweile zum Generaloberst befördert, Stryj und Drogobytsch in Südostgalizien und kämpfte bei Kriegsende im tschechoslowakischen Karpatenraum. Gretschko wurde nach Stalins Tod (5.3.53) Oberbefehlshaber der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, mit denen er den Volksaufstand in der DDR vom 17.6.53 niederwarf, löste 1960 Marschall Konjew als Oberbefehlshaber der Warschauer-Pakt-Truppen ab und wurde nach dem Tod Malinowskis am 12.4.67 Verteidigungsminister. Seit 1973 gehörte er dem Politbüro an.