Alphonse Joseph Georges

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Generalstabskarriere, 9.10.34 beim Attentat auf Außenminister Barthou und König Alexander I. von Jugoslawien schwer verletzt. Als Mitglied des Obersten Kriegsrats in Paris formulierte Georges für Generalstabschef Gamelin die Weisungen für den Einsatz der Heeresgruppen und Armeen. Im September 39 wurde er zum Oberbefehlshaber der Nordostfront längs der gesamten Grenze von der Schweiz bis zum Kanal ernannt, wo ihm im Mai 40 während der deutschen Offensive 3 französische Heeresgruppen und die British Expeditionary Forces unterstanden. Mangelnde Flexibilität im Generalstab und zu geringer Entscheidungsspielraum behinderten seine Maßnahmen zur Verteidigung. Dennoch beteiligte er sich nach der Niederlage nicht an Schuldzuweisungen und quittierte im August 40 aus Altersgründen den Dienst. Im Mai 43 ging er auf Wunsch von General Giraud heimlich nach Algier und übernahm als dessen Parteigänger einen Sitz im Nationalen Befreiungskomitee. Nach der Entmachtung Girauds zog sich Georges ebenfalls aus dem Gremium zurück und blieb im Ruhestand.