Alfred Rosenberg

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher nationalsozialistischer Politiker

    geboren: 12. Januar 1893 in Reval gestorben: 16. Oktober 1946 in Nürnberg

    Alfred Rosenberg

    Architekturstudium, 1919 fast gleichzeitiger Eintritt mit Hitler in die DAP, 1921 Chefredakteur des Parteiblatts "Völkischer Beobachter" (seit 1938 Herausgeber), Teilnahme am Hitlerputsch 1923, 1930 Publikation "Mythus des 20. Jahrhunderts" (neben Hitlers "Mein Kampf" wichtigste nationalsozialistische Programmschrift), 1933 Leiter des Außenpolitischen Amtes der Partei, 1934 "Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP". Der in der Partei wenig geschätzte Rosenberg wurde von Hitler am 17.11.41 zum Reichsminister für die besetzten Ostgebiete berufen und geriet dadurch in weitere Konflikte mit Auswärtigem Amt, Wehrmacht und SS, zumal er deren Terror in Russland für falsch hielt. Er konnte jedoch seine Vorstellungen von einer Förderung der kleineren Völker gegen die Russen und die bolschewistische Herrschaft nicht durchsetzen. Bei Kriegsende verhaftet, wurde Rosenberg am 1.10.46 als einer der Hauptkriegsverbrecher vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg zum Tod verurteilt.