Airacobra

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    amerikanischer Jagdeinsitzer Bell P39, Erstflug 6.4.1939.

    Die Airacobra war der erste US-Jäger mit Bugfahrwerk. Mit einer 37 mm Bordkanone sowie 2x7,7-mm-MG bewaffnet, verfügte sie über die stärkste Feuerkraft aller vergleichbaren Baumuster, was allerdings zu Lasten ihrer Höhenleistungen und der Kurvenfreudigkeit ging. Das Allison-V-1710-Reihentriebwerk war bei der Konstruktion hinter die Pilotenkabine verlegt worden, um der großkalibrigen Kanone in der Rumpfnase Platz zu schaffen.

    Die ersten Serienmodelle kamen seit April 1941 zu den Jagdgruppen. Sie traten 1942/43 hauptsächlich als Jagdbomber auf allen pazifischen Kriegsschauplätzen in Aktion, 1942 tauchten Airacobra auch in Nordafrika und später in Italien auf.

    Gut die Hälfte aller 9504 Serienmaschinen wurde jedoch im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes an die sowjetischen Luftstreitkräfte abgegeben, die ihre Airacobra mit Erfolg für Tiefangriffe und zur Panzerbekämpfung einsetzten. Gleiches galt für die Kingcobra (Erstflug 7.12.42), eine Weiterentwicklung der Airacobra mit der offiziellen Typenbezeichnung Bell P-63.