Adolf Galland

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Flieger

    geboren: 19. März 1912 in Westerholt gestorben: 9. Februar 1996 in Remagen-Oberwinter

    Adolf Galland, Generalleutnant der Luftwaffe

    1932-34 Verkehrsfliegerausbildung und getarnte militärische Schulung als Jagdpilot, 1935 Leutnant beim Jagdgeschwader "Richthofen", 1937 Staffelkapitän bei der 3./JG 88 der Legion Condor, Erdkampfeinsätze auf der He 51 im Spanischen Bürgerkrieg. Galland erzielte im Mai 40 im Frankreichfeldzug als Geschwaderadjutant beim JG 27 und danach als Gruppenkommandeur an der Kanalfront während der Luftschlacht um England die ersten Luftsiege, die sich schließlich auf 104 (davon die letzten 1945 mit Me 262) summierten, alle im Westen gegen die technisch ebenbürtigen angloamerikanischen Gegner errungen. Ende 41 als Nachfolger von Mölders zum General der Jagdflieger ernannt, kämpfte Galland angesichts der wachsenden alliierten Bomberstreitmacht vergeblich bei der Luftwaffenführung um Priorität für die Reichsverteidigung. Wegen des Konflikts um die Me 262 Schwalbe fiel er im Januar 45 bei Göring in Ungnade und beendete den Krieg in Süddeutschland als Kommandeur des Düsenjagdverbands 44, den er aus hochdekorierten Frontkommandeuren zusammengestellt hatte. Nach dem Krieg Militärberater in Argentinien, seit 1954 Geschäftsmann in der Bundesrepublik; Erlebnisbericht "Die Ersten und die Letzten" (1959).

    Ritterkreuz (1.8.40) mit Eichenlaub (25.9.40), Schwertern (als erster 21.6.41) und Brillanten (28.1.42).