Admiral Hipper

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Schwerer Kreuzer, benannt nach dem letzten Führer der deutschen Hochseeflotte im 1. Weltkrieg, Franz Ritter von Hipper (1863-1932), Stapellauf 6.2.1937, in Dienst gestellt 29.4.1939; 18 200 t, 202,8 m lang, 21,3 m breit, Höchstgeschwindigkeit 32 Knoten, 1380 Mann Besatzung, 8x20,3-cm-Rohre, 12x10,5-cm-, 12(später 8)x3,7-cm-Flak, zahlreiche kleinere Flak-Kanonen, 12 Torpedorohre, drei Bordflugzeuge Arado Ar 196.

    Vom Kriegsausbruch wurde die nicht kriegsbereite Admiral Hipper in der Ostsee überrascht, von wo sie zu den Unternehmen "Nordmark", "Weserübung" und "Juno" auslief. Ende November 1940 ging sie zum Kreuzerkrieg im Atlantik in See, durchbrach die Dänemarkstraße und erreichte nach einem Gefecht mit dem britischen Kreuzer Berwick Brest. Nach Deutschland zurückgekehrt, verlegte sie nach Norwegen und schaltete sich seit März 1942 in den Geleitzugkrieg ein, u.a. Unternehmen "Rösselsprung". Von Februar 1943 bis März 1944 war die Admiral Hipper außer Dienst, fungierte danach als Ausbildungsschiff in der Ostsee und nahm gegen Kriegsende an der Rettung deutscher Flüchtlinge aus dem Osten teil.

    Am 3.5.1945 von britischen Bombern im Kieler Dock schwer getroffen, wurde das Schiff in die Heikendorfer Bucht geschleppt und dort gesprengt; das Wrack wurde 1949 abgebrochen.