Achse Berlin-Rom

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (Achse Berlin-Rom), Bezeichnung für das enge außenpolitische Verhältnis zwischen Italien und dem Deutschen Reich vor und während des 2. Weltkriegs. Der Begriff Achse Berlin-Rom wurde im September 1936 von H. Frank geprägt (den europäischen Wagen "auf der Achse von Nationalsozialismus und Faschismus vorwärtsfahren"), von Mussolini in der Mailänder Rede vom 1.11.1936 verbreitet und beschrieb die seit dem italienischen Krieg gegen Abessinien sich intensivierende deutsch-italienische Kooperation.

    Bestätigt im Spanischen Bürgerkrieg (1936-39), ausgebaut durch den Antikominternpakt (6.11.1937) und vertraglich fixiert im Stahlpakt (22.5.1939), erfuhr die Achse Berlin-Rom durch den Dreimächtepakt (27.9.1940) eine wesentliche Ausweitung, sodass auch von einer Achse Berlin-Rom-Tokio gesprochen wurde. Da jedoch wegen der räumlichen Entfernung und der jeweiligen Sonderinteressen eine wirksame wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit nicht gelang, waren mit dem Begriff Achsenmächte gewöhnlich nur Deutschland und Italien gemeint.

    Die Achse Berlin-Rom fand ihr Ende mit dem italienischen Sonderwaffenstillstand im September 1943.