"Wiking"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Verband der Waffen-SS, entstanden aus der seit 1.12.40 in Aufstellung befindlichen motorisierten SS-Division "Germania" aus dänischen, norwegischen und niederländischen Freiwilligen, 1.1.41 in "Wiking" umbenannt. Die Division umfasste neben dem SS-Artillerieregiment 5 die Regimenter "Westland", "Nordland" und "Germania". Im November 42 erfolgte die Umbildung zur Panzergrenadierdivision und seit Februar 44 zur 5. SS-Panzerdivision "Wiking".

    Die "Wiking" kämpfte ausschließlich im Osten und stieß am 22.6.41 bei Angriffsbeginn aus dem Raum Lemberg nach Südrussland vor, kämpfte in der Ukraine, im Donezbecken und bei Rostow und nahm teil am Vormarsch bis Grosny im Kaukasus. Nach der Kriegswende war die Division an den Kämpfen um Charkow und Kiew beteiligt, wurde im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen, konnte im Februar 44 aber ausbrechen und musste neu formiert werden. Als 5. SS-Panzerdivision war sie danach im Raum Warschau und Modlin eingesetzt, verlegte im Dezember 44 nach Ungarn und wurde bei den vergeblichen Entsatzversuchen von Budapest und in der Schlacht um Stuhlweißenburg verwendet. Kapitulation am 8.5.45 in Radstadt (Österreich) vor amerikanischen Truppen.

    Kommandeure: Felix Steiner (bis 1.5.43), Herbert Gille (bis 6.8.44), SS-Standartenführer Johannes-Rudolf Mühlenkamp (bis 9.10.44), SS-Standartenführer Karl Ullrich (bis Kriegsende).