"Steinbock"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Deckname für die letzte deutsche Bomberoffensive gegen Großbritannien im Frühjahr 44. "Steinbock" begann in der Nacht 21./22.1. mit einem Großangriff auf London, das mit insgesamt 17 Bombardements bis 18./19.4. Hauptziel blieb. Danach wurden noch bis Mitte Mai mit schwächeren Kräften Hull, Bristol und Portsmouth angegriffen. Hitler hatte die Offensive persönlich zur Vergeltung für die Flächenbombardierungen der RAF angeordnet. Die Operation leitete der "Angriffsführer England", Generalmajor Peltz, dem 524 Maschinen (462 einsatzbereit) zur Verfügung standen, darunter erstmals He 177 Greif, doch konnte er selbst beim schwersten Angriff am 18./19.2. nicht mehr als 187 Bomber über der britischen Hauptstadt versammeln. "Steinbock" tötete 1556 Menschen und verletzte 2916 schwer, 329 deutsche Maschinen gingen aufgrund der seit 1941 stark verbesserten Luftabwehr (Radar) verloren.