"Paukenschlag"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Paukenschlag. Versenkung eines US-Frachters vor der amerikanischen Küste

    Deckname für die U-Boot-Offensive gegen den Schiffsverkehr vor der Ostküste der USA. Nachdem schon 2 Tage vor der deutschen Kriegserklärung die amerikanischen Gewässer am 9.12.41 für die deutsche Seekriegführung freigegeben worden waren, forderte U-Boot-Chef Dönitz für "Paukenschlag" 12 Atlantik-Boote, um mit einem Überraschungseffekt gegen den unerfahrenen Gegner (u.a. noch beleuchtete Nachtfahrten, offener Funkverkehr, keine Sicherung durch Konvoibildung) zu möglichst großen Erfolgen zu kommen. Es gelang aber nur die Entsendung von 5 Booten, da v.a. die Entwicklung des italienischen Afrikafeldzugs zur Abgabe von Kräften ins Mittelmeer zwang. Für "Paukenschlag" war das Gebiet zwischen Kap Hatteras im Süden und der Mündung des St.-Lorenz-Stroms vorgesehen. Der Angriff begann einheitlich am 12./13.1.42 und führte bis 7.2. zur Versenkung von 26 Frachtern mit 163 021 BRT und zur Torpedierung von 2 weiteren Schiffen mit 15 192 BRT. Der Erfolg von "Paukenschlag" zeigte, dass bei Ansatz aller Kräfte ein vielleicht durchschlagender Erfolg hätte gelingen können. Schon während der Offensive trafen weitere Boote vor der amerik. Küste ein und dehnten die Operationen bis in die Karibik aus, um v.a. den Öltransport aus Venezuela zu stören.