"Ichi-Go"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (japanisch Nummer 1), Deckname für die letzte japanische Landoffensive in China seit 17.4.44 zur Ausschaltung der amerikanischen Luftbasen im Westen und Süden sowie zur Herstellung einer Landverbindung von Hankau nach Kanto und zur indochinesischen Grenze. Für "Ichi-Go" setzt Oberbefehlshaber Okamura 4 Armeen in Marsch und vertrieb die 14. US-Luftflotte (Chennault) von den meisten Stützpunkten: Tschangsh (18.6.), Henyang (8.8.), Lingling (4.9.), Kweilin (10.11.), Liautschu (11.11.) und Nannin (24.11.). Die chinesische Verteidigung zerbröckelte, der Angriff von General Stilwell in Nordburma musste abgeblasen werden, in Tschungkin und Kunming brach Panik aus. "Ichi-Go" aber kam für eine entscheidende Wende zu spät und musste Ende 44 eingestellt werden, da sich die Lage Japans im Pazifik inzwischen dramatisch verschlechtert hatte.