"Horst Wessel"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Beiname (nach dem 1930 umgekommenen und zum "Blutzeugen der Bewegung" stilisierten SA-Mann Horst Wessel) der 18. SS-Freiwilligenpanzergrenadierdivision, gemäß Befehl vom 25.1.44 im Raum Agram-Cilli aus Teilen der 1. SS-Infanteriebrigade (motorisiert) gebildet, neben den üblichen Divisionstruppen bestehend aus den SS-Panzergrenadierregimentern 39 und 40 sowie dem SS-Artillerieregiment 19 (mit 4 Abteilungen). Auf Befehl Hitlers sollte sich die Division "überwiegend aus Freiwilligen der SA zusammensetzen" (daher der Name). Mangel an geeignetem Personal führte jedoch zur Rekrutierung v.a. von ungarischen Volksdeutschen aus der Batschka. Da sich die Aufstellung lange hinzog, kam es mehrfach zum Einsatz von Teilkräften, u.a. von Juli bis November 44 im Raum südlich Lemberg. Danach zur Partisanenbekämpfung in der Slowakei und zuletzt gegen die Rote Armee in Südschlesien eingesetzt, kapitulierte die "Horst Wessel" im Mai 45 im Raum Hirschberg. Teile konnten nach Westen ausbrechen und die amerikanischen Linien erreichen.

    Kommandeure: die SS-Oberführer Wilhelm Trabandt 1.7.44 bis 2.1.45 und Georg Bochmann bis Kriegsende.