"Hitlerjugend"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Beiname zunächst einer Panzergrenadierdivision, dann der 12. SS-Panzerdivision. Gemäß Verfügung des SS-Führungshauptamts (SSFHA) vom 24.6.43 wurde die "Hitlerjugend" seit 20.7.43 auf dem belgischen Truppenübungsplatz Beverloo aufgestellt. Zusammen mit der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte-SS "Adolf Hitler" (LAH) sollte die neue Division das 1. SS-Panzerkorps bilden. Durch "Führerbefehl" vom 21.10.43 wurde sie als Panzerdivision formiert aus Führerschulen der HJ, Angehörigen von Wehrertüchtigungslagern der HJ und Stämmen der LAH. Neben den Divisionstruppen (Nr. 12) umfasste sie das SS-Panzerregiment 12, die SS-Panzergrenadierregimenter 25 und 26 und das SS-Panzerartillerieregiment 12. Im Mai 44 verlegte die "Hitlerjugend" in den Raum Evreux (Frankreich) zur Abwehr der erwarteten alliierten Invasion, in deren Verlauf sie beim Kampf um Caen, im Kessel von Falaise u.a. schwere Verluste erlitt und im September 44 aus dem Kampf gezogen werden musste. Nach Auffrischung erfolgte schon Anfang Dezember 44 die Rückverlegung an die Westfront zur Teilnahme an der Ardennenoffensive im Rahmen der 6. SS-Panzerarmee, im Januar 45 beim Kampf um Bastogne bei der 5. Panzerarmee. Erneut aufgefrischt wurde die Division im Februar 45 nach Ungarn transportiert und nahm dort an den Kämpfen um die Gran-Brückenköpfe und an der deutschen Offensive östlich des Plattensees zum Entsatz von Budapest teil. Mitte April 45 baute sie im Wiener Wald östlich von Altenmarkt eine feste Abwehrstellung auf, wurde am 5.5.45 aus der Front gelöst und geriet am 8.5.45 bei Enns in amerikanische Gefangenschaft.

    Kommandeure: SS-Brigadeführer Fritz Witt bis 16.6.44 (gefallen), SS-Oberführer Kurt Meyer bis 6.9.44, SS-Obersturmbannführer Hubert Meyer (i.V.) bis November 44, SS-Oberführer Hugo Kraas.