"Hermann Göring"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Beiname eines deutschen Fallschirmpanzerkorps, ein Kampfverband aus überzähligen Soldaten der Luftwaffe (Luftwaffenfelddivision), im Juli 42 als Brigade "General Göring" in Frankreich gebildet und im November 42 zur Division gleichen Namens erweitert. Teile der Division wurden im Dezember 42 nach Tunesien überführt, wo sie bis 13.5.43 in alliierte Gefangenschaft gerieten. Im Juli 43 entstand aus den Resten der noch in Aufstellung befindlichen Teile und Neuformierungen die Panzerdivision "Hermann Göring". Sie bekam nun 1 Panzerregiment mit 3 Abteilungen, 2 aus nur 2 Bataillonen bestehende Panzergrenadierregimenter, 1 Panzerartillerieregiment mit 3 Abteilungen, 1 Flakregiment und neben den üblichen Divisionstruppen 1 Panzeraufklärungsabteilung. "Hermann Göring" kämpfte bis Juli 44 in Italien und wurde im August 44 zur 9. Armee der Heeresgruppe Mitte an die Weichsel verlegt. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung in Fallschirmpanzerdivision "Hermann Göring", obwohl die Truppe keine Sprungausbildung erhalten oder sonstige Beziehungen zur Fallschirmtruppe hatte. Ende September 44 folgte dann die Erweiterung zum Fallschirmpanzerkorps "Hermann Göring" mit 1 Panzerdivision und 1 Panzergrenadierdivision. Kommandierender General wurde am 1.10.44 der langjährige Kommandeur der Division "Hermann Göring" Generalmajor (30.1.45 Generalleutnant) Wilhelm Schmalz, der das Korps bis Kriegsende führte, nachdem es im Februar/März 45 in Ostpreußen, im April in Schlesien bei der 17. Armee und in den letzten Tagen bei der 4. Panzerarmee im Erzgebirge gekämpft hatte.