"Großdeutschland"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (GD), deutsches Panzerkorps, das seit 28.9.44 unter Verwendung der 18. Artilleriedivision und den Resten des XIII. AK mit den Panzergrenadierdivisionen "Großdeutschland" und "Brandenburg" gebildet wurde. Die Aufstellung konnte erst im Januar 45 abgeschlossen werden. Durch die sowjetische Offensive an der Weichsel vom 16.1.45 an wurde das Panzerkorps "Großdeutschland" aufgespalten, sodass statt der Panzergrenadierdivision "Großdeutschland" dem Korps die 1. Fallschirmpanzerdivision "Hermann Göring" zugeführt werden musste. "Großdeutschland" kämpfte von Februar bis Mai 45 im Rahmen der 4. Panzerarmee an Oder und Neiße, das Gros geriet am 8.5.45 westlich Görlitz in sowjetische Gefangenschaft.

    Eine Infanteriedivision "Großdeutschland" entstand schon seit 12.3.42 auf dem Truppenübungsplatz Wandern im Wehrkreis III (Berlin). Sie bestand zunächst aus einer Panzerabteilung, zwei Infanterieregimentern und einem Artillerieregiment. Nach Umbenennung zur Panzergrenadierdivision am 19.5.43 erhielt sie ein volles Panzerregiment (2 Abteilungen) sowie eine III. Abteilung mit Tiger-Panzern. Die Division kämpfte ausschließlich an der Ostfront, 1942 bei Kursk, Woronesch, Rschew und Smolensk, 1943 bei Charkow, Poltawa, Brjansk und Kriwoi-Rog, 1944 im Südabschnitt bei Kirowograd und bei Jassy (Rumänien). Juni/Juli 44 in Auffrischung, verlegte "Großdeutschland" im August 44 nach Litauen, kämpfte im Herbst bei Memel, im Januar 45 bei Rastenburg, im Februar/März bei Königsberg und Pillau, im April im Samland. Danach wurde die Division nach Hela übergesetzt, Reste gelangten über See nach Schleswig-Holstein, wo sie am 8.5.45 in britische Gefangenschaft gerieten.

    Kommandierender General: Saucken 10.11.44 bis 12.3.45, General der Panzertruppen Georg Jauer bis Kriegsende.

    Divisionskommandeure: Generalmajor (1.1.43 Generalleutnant) Walter Hoernlein 1.4.42 bis 31.1.44, Manteuffel bis 30.8.44, bis Kriegsende Oberst Karl Lorenz.