"Gelb"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    seit dem Operationsplan vom 19.10.39 Deckname für den deutschen Angriff im Westen, mehrfach (29.10., 20.11., 28.12.) geändert, mit Führerweisung Nr. 10 vom 19.1.40 und Aufmarschweisung für den Fall "Gelb" vom 30.1.40 bestätigt. Die Planungen sahen von Anfang an einen Aufmarsch von drei Heeresgruppen vor, nur war ursprünglich wie im Schlieffen-Plan des 1. Weltkriegs der Hauptschlag im Norden bei der Heeresgruppe B mit weiträumiger Flügelbewegung vorgesehen, während die Heeresgruppe A im Zentrum zur Deckung des Angriffs die Maas zwischen Namur und Fumay überschreiten und zunächst nur bis zur Linie Luxemburg - Arlon - Bouillon vorgehen sollte; die Heeresgruppe C sollte anfangs v.a. die Oberrheinfront gegenüber der Maginot-Linie sichern. Erst der Mecheln-Zwischenfall (10.1.40), bei dem die Belgier Teile des deutschen Plans "Gelb" erbeuteten, brachte die Kritik Mansteins daran zum Tragen. Der später nur noch in Details variierte endgültige Plan vom 24.2.40 wurde bekannt als "Sichelschnitt": Vorstoß starker Panzerverbände der Heeresgruppe A im Zentrum durch die als unpassierbar geltenden Ardennen bis zur Kanalküste und Abschneiden der nach Belgien vorrückenden alliierten Armeen. Der rasche Erfolg im Frankreichfeldzug war nicht zuletzt auf diese Neufassung von "Gelb" zurückzuführen.