"Götz von Berlichingen"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Beiname der 17. SS-Panzergrenadierdivision, deren Aufstellung durch Führerbefehl vom 3.10.43 angeordnet wurde. Sie konnte wegen der schwierigen Ersatzlage erst im Dezember 43 im Raum Tours beginnen und verlief auch danach erst recht schleppend. Nach Beginn der alliierten Invasion in der Normandie verlegte "Götz von Berlichingen" seit 7.6.44 an die Front und kämpfte im Rahmen des LXXXIV. AK im Raum Carentan. Nach dem vergeblichen Angriff auf Avranches trat die Division Mitte August 44 den Rückzug an Paris vorbei nach Osten an, kämpfte im September 44 bis Anfang November im Verband des XIII. SS-Korps im Raum Metz und zog sich im November auf den Westwall zurück. Nach Auffrischung im Raum Neunkirchen (Saar) im Dezember 44 nahm "Götz von Berlichingen" vom 1.1.45 an im Elsass am Unternehmen "Nordwind" teil. Im März 45 in Kämpfe im Pfälzer Wald verwickelt, ging die Division am 24.3.45 über den Rhein zu erneuter Auffrischung bei Schwetzingen/Wiesloch. Danach war sie im Neckartal, an Jangst und Kocher, im Raum Öhringen und bei Nürnberg eingesetzt und zog sich dann nach Süden zurück. Die Reste erreichten am 24.4.45 Donauwörth und nahmen an Gefechten im Münchener Raum teil, ehe sie sich auf Tölz und den Achenpass zurückzogen. Im Achental und am Achensee streckten sie am 8.5.45 die Waffen.

    Kommandeure u.a. SS-Oberführer (20.4.44 SS-Brigadeführer) Werner Ostendorf 26.11.43 bis 17.6.44 und erneut 1.11.44 bis 10.2.45, SS-Oberführer Bochmann 11.2.45 bis Kriegsende.