"Frundsberg"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Beiname (nach dem deutschen Landsknechtsführer Georg von Frundsberg, 1473-1528) der 10. SS-Panzerdivision, seit 1.2.43 in Südwestfrankreich als 10. SS-Panzergrenadierdivision aufgestellt, Ausbildung in der Charente. Die Division "Frundsberg", zunächst unter dem Namen "Karl der Große", wurde der 19. Armee an der Pyrenäengrenze zugeteilt, später der 15. Armee in der Normandie und im Oktober 43 zur Panzerdivision umgegliedert. Ende März 44 verlegte die "Frundsberg" in den Raum Lemberg und kämpfte im April 44 bei Tarnopol. Im Juni 44 zur Abwehr der alliierten Invasion nach Frankreich zurückverlegt, wurde die Division in verlustreiche Kämpfe bei Caen und Avranches verwickelt und schließlich im Kessel von Falaise eingeschlossen. In letzter Minute gelang der Ausbruch; es folgten Rückzugskämpfe durch Belgien und Südholland. Während sich die "Frundsberg" im Raum Arnheim zur Auffrischung befand, begann das britische Luftlandeunternehmen "Market Garden", gegen das die Division im Rahmen des II. SS-Panzerkorps (Bittrich) erfolgreich eingesetzt wurde. Im November/Dezember 44 kämpfte sie im Raum Aachen-Jülich und wurde Ende Januar 45 an die Oberrheinfont verlegt, wo sie im Hagenauer Forst schwere Verluste erlitt. Nach kurzer Auffrischung zur Heeresgruppe Weichsel in den Osten verlegt, focht sie gegen erdrückende Übermacht bei Fürstenwalde und Spremberg und zog sich ins Protektorat nach Teplitz und Schönau zurück, wo sie am 8.5.45 vor der Roten Armee kapitulierte.

    Kommandeure: SS-Brigadeführer Lothar Debes bis 14.11.43, SS-Brigadeführer (30.1.44 Gruppenführer) Karl von Treuenfeld bis 27.4.44, SS-Standartenführer (7.9.44 Brigadeführer) Heinz Harmel bis Kriegsende.