"Frühlingswind"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Deckname der Offensive der 5. deutschen Panzerarmee (v. Arnim) in Tunesien gegen das II. US-Korps (Fredendall) im Februar 43. Unter Führung von Generalleutnant Ziegler sollte eine Kampfgruppe aus 10. und 21. Panzerdivision in die Bereitstellungsräume der Amerikaner stoßen und nach Norden drehen, um die alliierte Front aufzurollen. Für das am 14.2.43 anlaufende Unternehmen "Frühlingswind" bot der mit der Panzerarmee Afrika an der Mareth-Linie haltende Rommel seine Unterstützung an, allerdings mit wesentlich weiter gesteckten Zielen. Er griff seinerseits am 15.2. nach dem Plan "Morgenluft" mit Einheiten des Deutschen Afrikakorps die US-Front im Süden an und erzielte so gute Erfolge, dass ihm die für "Frühlingswind" angesetzten Truppen für die Schlacht von Kasserine am 17.2. zugeteilt wurden. Der schon begonnene Nordschwenk Zieglers wurde abgebrochen und "Frühlingswind" zugunsten eines konzentrischen Stoßes Richtung Tebéssa aufgegeben. Das Unternehmen "Frühlingswind" blieb daher nur ein Teilerfolg: 233 US-Tanks waren v.a. Opfer deutschen Tiger-Panzer geworden, 2000 GIs in Gefangenschaft geraten.