"Felsennest"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Deckname eines der Führerhauptquartiere, in der rückwärtigen Zone des Westwalls auf einer bewaldeten Bergkuppe oberhalb der Stadt Münstereifel gelegen. Der Ausbau wurde von Hitler am 24.2.40 befohlen, weil er beim Frankreichfeldzug nicht auf das wenig geschätzte Quartier "Adlerhorst" angewiesen sein wollte. Der Kommandant des FHQu., Oberstleutnant Kurt Thomas, hatte die Arbeiten zu überwachen, Kommandant der Anlage wurde Hauptmann Spengemann. "Felsennest" bestand aus einer gegen Luft- und Erdsicht gut getarnten unterirdischen Bunkeranlage. Im Mittelpunkt stand eine Holzbaracke, OKW-Baracke genannt, mit dem Kartenzimmer für die tägliche Lagebesprechungen sowie vier Nebenräumen, darunter ein Schlafzimmer für den Generalstabsoffizier von General Jodl. Für den Arbeitsstab, die Feldstaffel, die vom 10.5.40 an ständig zum FHQu. gehörte, wurde im nahe gelegenen Dorf Rodert ein großer Bauernhof hergerichtet. Hitler verließ Berlin am Nachmittag des 9.5., traf am 10.5. um 4.25 Uhr in Euskirchen ein und erreichte mit seiner Führerkolonne um 5 Uhr "Felsennest". Von dort leitete er die Operationen bis zum Umzug in das neue Hauptquartier "Wolfsschlucht" am 6.6.40, bei Beginn der eigentlichen Schlacht um Frankreich (Fall "Rot").