"Cherryblossom"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (englisch Kirschblüte), Codebezeichnung für die Landung amerikanischer Truppen am 1.11.43 auf der größten Salomoninsel Bougainville. Für das Unternehmen "Cherryblossom", das im Zuge des Inselspringens den östlichen Zangenarm zur Isolierung der japanischen Stützpunkte Rabaul und Kavieng im Bismarckarchipel bildete, wurde die 3. US-Marineinfanteriedivision (Turnage) mit 14 321 Mann bereitgestellt, der die 37. Infanteriedivision folgen sollte. Die Marines landeten unter dem Schutz der Task Force 39 mit 4 Kreuzern und 8 Zerstörern im Morgengrauen des Stichtags in der Kaiserin-Augusta-Bucht und konnten einen Brückenkopf ausbauen, japanische Luftangriffe von Rabaul aus blieben wirkungslos. Gefährlicher war die Bedrohung von See her, wo am 2.11. die japanische 5. Kreuzer-Division (Konteradmiral Omori) mit 3 Schweren Kreuzern und 1 Leichten Kreuzer sowie 6 Zerstörern angriff. Nach Verlust des Leichten Kreuzers Sendai, Kollisionsschäden und Artillerietreffern auf anderen Einheiten musste Omori das Gefecht abbrechen. Trotz ähnlicher Verluste konnten die US-Einheiten den Landungsraum erfolgreich sichern. Im weiteren Verlauf von "Cherryblossom" wurden am 7.11. im Osten des US-Brückenkopfs gelandete japanische Verstärkungen zurückgeschlagen. Angriffe japanischer Trägerflugzeuge richteten nur unwesentliche Schäden an, kosteten hingegen 121 Maschinen, sodass die japanische Trägerluftwaffe vorerst nicht mehr einsatzfähig war.