"Brunhild"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Deckname für die Einsätze der deutschen Kriegsmarine beim Übersetzen der zurückgehenden deutschen Truppen über die Straße von Kertsch im September 43. Die 17. Armee (Jaenecke) räumte planmäßig den Kubanbrückenkopf und verhinderte dabei Durchbrüche der gleichzeitig zum Angriff angetretenen sowjetischen Nordkaukasusfront (Petrow). Für "Brunhild" wurden 4 Landungsflottillen und zahlreiche Hilfsfahrzeuge - Siebel- und Pionierfähren, Schlepper, Leichter und Flusszugschiffe - eingesetzt, insgesamt 240 Schiffe, gesichert von Schnell- und Räumbooten sowie diversen Artillerieträgern. Beim unter Leitung des Admirals Schwarzes Meer (Kieseritzky) und dem Seekommandanten Kaukasus (Grattenauer) ablaufenden Unternehmen "Brunhild" gelang die Rettung von 239 669 Mann, 16 311 Verwundeten, 27 456 Zivilpersonen, 115 477 t Material, 21 230 Kraftfahrzeugen, 27 741 bespannten Fahrzeugen, 1815 Geschützen, 74 Panzern, 74 657 Pferden und 6255 Stück Vieh. Überholende Landungen sowjetischen Kräfte konnten die deutschen Bewegungen nicht mehr gefährden.