"Baytown"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (englisch Küstenstadt), Codebezeichnung für das Übersetzen von Verbänden der britischen 8. Armee (Montgomery) über die Straße von Messina am 3.9.43. "Baytown" war der Auftakt für den Sprung der Alliierten auf das italienische Festland nach der Eroberung Siziliens. Endgültig Fuß fassen wollten sie mit den wenig später einsetzenden Landungsoperationen "Avalanche" im Golf von Salerno und "Slapstick" bei Tarent. Im Juli geplant, sollte "Baytown" zusammen mit den anderen Landungen das wankende Italien aus der gegnerischen Front herausbrechen und zugleich deutschen Truppen im "Fuß des italienischen Stiefels" festhalten, sodass sie durch die weiter nördlich vorgesehene Invasion abgeschnitten werden könnten.

    Beide Absichten neutralisierten sich zum Teil, sodass der Zangenoperation der volle Erfolg versagt blieb: Der am 3.9.43 unterzeichnete und am 8.9. in Kraft gesetzte italienische Sonderwaffenstillstand war von der deutschen Führung erwartet ("Achse") und der Rückzug der 10. Armee (v. Vietinghoff) daher vorsorglich vorbereitet worden. Das britische XIII. Korps traf daher nach zweitägiger Beschießung der Küste zwischen Reggio di Calabria und Pessaro durch 4 Schlachtschiffe und zahlreiche Kreuzer und Zerstörer am "Baytown"-Tag kaum auf Gegenwehr, da sich die deutschen Verbände abgesetzt hatten und die italienischen die Waffen streckten. Am 9.9. erreichten die Briten die Landenge von Cattanzaro, wo sie auf ersten hinhaltenden deutschen Widerstand stießen, sodass sie erst am 16.9. Kontakt zu den südlich Salerno gelandeten Verbänden fanden und sich erst am 19.9. bei Auletta mit ihnen vereinigten zum weiteren Vormarsch.