"Battle of Berlin"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Serie von 16 Großangriffen der RAF auf die Reichshauptstadt zwischen 18.11.43 und 24.3.44. Bei 9111 Bombereinsätzen wurden rund 27 700 t Bomben abgeworfen und 9,5 km² Stadtfläche zerstört, hauptsächlich in der Innenstadt sowie im Zooviertel und im Tiergarten, über 400 000 Menschen wurden obdachlos, rund 68 000 Häuser völlig vernichtet. Das "Battle of Berlin" gehörte in das Konzept von Luftmarschall Harris, der in den mondlosen Winternächten "Berlin von einem Ende zum anderen" zerschlagen und den Krieg allein mit Hilfe der strategischen Bomberwaffe entscheiden wollte. Vor Beginn des Unternehmens hatte er am 3.11.43 gegenüber Churchill angekündigt: "Es wird 400 bis 500 Flugzeuge kosten. Deutschland wird es den Krieg kosten. Spätestens am 1. April werden sie kapituliert haben." Im Rückblick wird das "Battle of Berlin" jedoch allgemein als Niederlage der RAF und v.a. der Strategie der Flächenbombardements bewertet. Nach britischen Quellen gingen zwischen 492 und 504 Bomber, also 6,2% der eingesetzten Maschinen, verloren, 3000 Mann kehrten nicht zurück. Die Moral der Zivilbevölkerung blieb ungebrochen, die deutsche Kriegsproduktion verzeichnete keine nennenswerten Ausfälle.