"Anakim"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    auf der Konferenz von Casablanca (Januar 1943) gewählte Codebezeichnung für die Pläne zur Rückeroberung Burmas.

    Vorgesehen war eine konzentrierte Offensive ins Herz Burmas Richtung Mandalay unmittelbar nach dem Ende der Regenzeit, dabei gleichzeitig Vorstöße britischer Verbände aus Assam (Indien) und nationalchinesischer Truppen unter amerikanischer Führung aus Südwestchina. Ein amphibisches Unternehmen im Golf von Bengalen an der Küste von Arakan sollte mit der Besetzung der Hauptstadt Rangun enden. Die Operation "Anakim" musste aus Mangel an Menschen und Material verschoben werden.

    Auf den Grundzügen von "Anakim" fußte jedoch die spätere alliierte Generaloffensive gegen Burma, deren endgültige Pläne seit August 1943 in Neu Delhi vom neu geschaffenen Oberkommando für Südostasien (SEAC) unter Admiral Mountbatten ausgearbeitet wurden. Zwei neue Elemente kamen hinzu: Luftbrücke der US-Luftwaffe von Assam über den Himalaja nach China ( "The Hump") und Dschungelkrieg im feindlichen Hinterland durch britische Spezialeinheiten in den Bergregionen des Arakan.