"Adlerhorst"

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Deckname eines der Führerhauptquartiere.

    "Adlerhorst" lag auf dem Gelände des Guts Ziegenberg, 11 km westlich von Bad Nauheim an der Abzweigung nach Wiesenthal. Im Winter 1939/40 begann die Organisation Todt mit dem Bau mehrerer Hochbunker um den Gutshof herum. Zur Tarnung wurden die Betonwände der Bunker mit Bruchsteinen verkleidet. Hitler schätzte "Adlerhorst" nicht sonderlich, da er weder in einem ehemaligen Herrenhaus wohnen wollte noch landwirtschaftliche Umgebung mochte. "Adlerhorst" wurde daher zunächst vom Oberbefehlshaber West und nur einmal von Hitler bei seinem letzten Aufenthalt außerhalb Berlins benutzt: Am 10.12.1944 traf er ein, um die Ardennenoffensive zu führen. Nach dem Scheitern des Großangriffs und nach Beginn der sowjetischen Winteroffensive aus den Weichselbrückenköpfen verließ er "Adlerhorst" und kehrte in den Bunker unter der Reichskanzlei zurück, wo er sich bis zu seinem Tod aufhielt.